Katzen Allgemein

Hier erhalten Sie allgemeine und Rassespezifische Information zu Katzen.

Ohren:

Das Gehör der Katze nimmt eine Frequenz zwischen 30 und 50.000 Hertz wahr. Katzen können höhere Töne besser wahrnehmen. Neben den Augen sind die Ohren wichtigstes Hilfsmittel bei der Jagd. Das Orten kleinster Geräusche ist vor allem für den zielsicheren Sprung auf die Beute notwendig. Katzen sind in der Lage ihre Ohren unabhängig voneinander zu bewegen. Das Außenohr lässt sich um 180° drehen, um Geräusche punktgenau zu empfangen. Geräusche werden über 12 Muskeln in der Ohrmuschel verstärkt und im Mittelohr gebündelt. Das Trommelfell wird in Schwingungen versetzt und über die Gehörknöchel auf das Innenohr übertragen. Das eigentliche Hörorgan ist die Gehörgangsschnecke. Sie ist mit einer Flüssigkeit gefüllt und mit Nervenzellen ausgekleidet. Die Nervenzellen reagieren auf die unterschiedlichen Tonhöhen und wandeln die Signale in elektrische Impulse um, die durch den Hörnerv ins Hirn geleitet werden. Dort wird die Information zerlegt und die Katze hat die Geräuschquelle gehört.

Bild von Ohren 

Augen:

Die Augen einer Katze sind, genau wie bei uns Menschen, frontal angerichtet. Katze besitzen ein exzellentes räumliches Sehvermögen. Dies ist bei der Jagt unverzichtbar. Eine Katze muss die genaue Position des Beutetiers im Raum schnell und zielsicher bestimmen können. Zudem ist das Katzenauge auf Bewegungen hochspezialisiert. Sie werden mit spezielle Zellen wahrgenommen und lösten den Jagtinstinkt des Räubers aus. Katzen jagen vorwiegend in der Dämmerung. Ihre Augen sind entsprechend angepasst. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen kann die Katze hervorragend sehen. Die Pupillen können sich (im Vergleich zu uns Menschen) dreimal so stark ausdehnen. So kann mehr Licht auf die Netzhaut einfallen, die wiederum im Vergleich zum menschlichen Auge, mehr lichtempfindliche Sehstäbchen enthält. Durch eine reflektierende Pigmentschicht ( sog. Tapetum Lucidum) wird das einfallende Licht verstärkt. Das Licht, das im Auge nicht absorbiert wurde, wird von der spiegelnden Schicht, die aus hochreflektierendem Zink und Eiweißen besteht, nochmals auf die Netzhaut zurückgeworfen. Die lichtempfindlichen Zellen werden somit also zwei Mal getroffen.. Das "Tapetum lucidum" ist deshalb auch verantwortlich für das geheimnisvolle Leuchten der Katzenaugen. Das Auge der Katze wird von drei Augenlidern geschützt. Von einem oberen und einem unteren unbeweglichen. Das dritte Lid (Nickhaut) sorgt dafür, dass der Augapfel immer ausreichend mit Tränenflüssigkeit versorgt ist. Katzen können die Farben Blau, Grün und Gelb unterscheiden. Rot wird wahrscheinlich gar nicht gesehen. Die verhältnismäßig schlechte Farbsicht der Katze rührt von der niedrigen Zahl sogenannter Zapfenzellen her. Katzen besitzen hingegen eine größere Anzahl von Stäbchenzellen, die für die Schwarz-Weiß-Sicht erforderlich sind und der Katze bei Dämmerung oder Dunkelheit gute Dienste erweisen.

Bild von Augen 

Nase:

Katzen haben einen dreifach besseren Geruchssinn als Menschen. So besitzt der Mensch etwa 5 bis 20 Millionen Geruchszellen, die Katze bringt es auf etwa 60 bis 65 Millionen und der Hund gar auf 70 bis 200 Millionen Geruchszellen. Bei der Wahrnehmung mancher Gerüche(z. B. Baldrian, Katzenminze) reagieren viele Katzen regelrecht berauscht. Hier spielt neben dem reinen Riechen allerdings auch das Jacobson´sche Organ (Vomeronasalorgan) eine wichtige Rolle, mit dessen Hilfe chemische Substanzen (z.B. Drüsensekrete) ausgewertet werden können.

Bild von Nase 

Schnurrhaare:

Der Tastsinn der Katzen ist etwas ganz Besonderes. Am auffallendsten sind auf den Tastsinn der Katze bezogen die Tasthaare, die die Katze hauptsächlich an Ober- und Unterlippe (Schnurrhaare) sowie über den Augen trägt. Auch an Kinn und Wangen sowie an den Vorderbeinen (Rückseite) befinden sich Tasthaare. Die Tasthaare sind an den Haarwurzeln, die dreimal tiefer in der Haut liegen als normale Haarwurzeln, mit zahlreichen Nerven verbunden, die Signale ans Gehirn der Katze weiterleiten. So werden z.B. Hindernisse oder enge Stellen unabhängig vom Sehsinn der Katze "gemeldet". Die Vibrissen, wie die Tasthaare auch heißen, sind bereits bei Neugeborenen voll entwickelt.

Bild von Schnurrhaaren 

Maul:

Katzen verfügen über einen schwach ausgeprägten Geschmackssinn. Dieser ist allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei den Menschen, sondern hauptsächlich darauf ausgerichtet, die für die Katze wichtigen tierischen Aminosäuren im Fleisch zu erkennen. Katzen besitzen 473 Geschmacksknospen, Menschen hingegen 9000 . Ziemlich sicher ist, dass Katzen nicht „süß“ schmecken können. Sie können allerdings durchaus saure, salzige und bittere Substanzen unterscheiden. Die Geschmacksknospen findet man auf der Zunge, wie kleine Hornstacheln, mit denen, wie mit einer Raspel, Fleischstücke von Knochen gescharbt werden können.


 


Zähne:

 Sie benötigen sie zum Fangen, Festhalten, Töten, Zerreißen, Zerkleinern der Beute und zur Verteidigung.
Damit diese vielfältigen Aufgaben erfüllt werden können, ist eine korrekte Zahn- und Kieferstellung unbedingt notwendig. Wie alle Säugetiere haben auch Katzen die Anlage für ein Milchgebiss und ein permanentes (bleibendes) Gebiss.
Katzen werden ohne Zähne geboren. Im Alter von 2 Monaten haben Katzen ein vollständiges Milchgebiss.

 Zahnformel Milchgebiss (Molare fehlen)
 3130
 3120
insgesamt 26 Zähne

Zahnformel bleibendes Gebiss
3131
 3121
insgesamt 30 Zähne

Im Idealfall stehen die sechs Schneidezähne von Ober- und Unterkiefer in einer geraden Linie und senkrecht aufeinander wie eine Zange.
Aber die Canini (Eckzähne), Prämolaren (vordere Backenzähne) und die Molaren (hintere Backenzähne) greifen wie eine Zackenschere ineinander. Alle Zähne sind sehr spitz. Das Milchgebiss entwickelt sich zwischen der dritten und der achten Lebenswoche. Wild lebende Katzenmütter tragen ihren Jungtieren schon ab der sechsten Woche lebende Beute vor. Der Zahnwechsel beginnt etwa im vierten Monat. Spätestens im achten Monat soll das Gebiss komplett sein.


 

Fell:

Grob unterscheidet man einzelnen Rassen in die Kategorien
Kurzhaar
Halblanghaar
Langhaar.

Zudem kann man die Haare selbst auch nochmal nach ihren Haartypen einteilen:
Leithaaren,
Grannenhaaren
Wollhaaren.

Je nach Stärke, Länge und Dichte verleihen die Haartypen dem Fell ganz unterschiedliche Eigenschaften. Leithaare findet man vereinzelt im Deckhaar. Sie sind lang, fest und geben dem Katzenfell eher eine gewisse Steifigkeit und Härte. Kleine Muskeln am Haarschaft können die Leithaare aufrichten, beispielsweise wenn die Katze friert oder zu Drohgebärden übergeht. Grannenhaare gehören wie auch die Leithaare zum Deckhaar des Katzenfalls. Sie sind nicht so fest wie die Leithaare, aber trotzdem steif und ragen über die Wollhaare hinaus. Unterhalb ihrer Spitze sind sie verdickt und sorgen so für Volumen und Länge. Die Wollhaare sind die weichesten und feinsten Haare des Katzenfells. Sie bilden das Unterfell. Jede Rasse verfügt über unterschiedlich viel Unterfell, dass das Fell im Ganzen unterschiedlich weich und samtig macht. Verstärkt wird dieser wollige, plüschige Eindruck noch, wenn zum Beispiel die Grannenhaare fehlen.    

 

Bild von Nase 

Gliedmaßen:

Die Vorderbeine sind mit kräftigen Muskeln und Sehnen verbunden, was zur großen Beweglichkeit und Sprungabfederung beiträgt. Katzen sind Zehengänger und besitzen fünf Zehen an den Vorderpfoten, darunter jeweils eine Daumenkralle und vier Zehen an den Hinterpfoten. Die Daumenkralle befindet sich sehr weit oben an der Pfote. Katzen können wegen ihrer starken Muskulatur, die Zehen spreizen. Jede Zehe ist an ihrer Spitze mit einer Kralle versehen. Diese besteht aus Horn und steckt in der Lederhaut. Beim Wachstum, produziert sie, ineinander liegende Hornkegel. Diese sind gekrümmt und seitlich abgeflacht. Sie sind rasiermesserscharf. Wenn sie verschlissen und abgenutzt sind, werden sie abgeworfen. Fast alle Katzen sind in der Lage ihre Krallen einzuziehen. Die Hinterbeine stehen mit einem soliden Gelenk, mit dem Becken in Verbindung. Der Oberschenkelkopf liegt in einer Gelenkpfanne, diese hat die Form einer Halbkugel. Aus diesem Grund ist die Hinterhand seitlich nicht ganz so beweglich, wie die vordere. An den Hinterpfoten mit den vier Zehen, befinden sich fünf Fußballen mit Krallen. Diese haben die Aufgabe, beim Klettern mehr halt zu geben. Diese können nicht komplett eingezogen werden. Sie sind aber auch nicht so scharf und wesentlich kürzer.

Bild von Nase 

Schwanz:

1.Schwanz hängt locker herunter (großer Radius, Schwanzspitze nach oben gerichtet):
zufrieden und entspannt
2.Erhobener Schwanz
freundlich
3.Hoch erhobener Schwanz mit umgeklappter Schwanzspitze
freundliche Begrüßung + leichte Unsicherheit
4.Hoch erhobener, zitternder Schwanz
freudig erregt
5.Der Schwanz sieht aus wie ein Fragezeichen
Tatendrang
6.Zucken der Schwanzspitze im Schlaf
Katze träumt
7.Waagerechter Schwanz mit leicht erhobener Schwanzspitze
will in Ruhe gelassen werden
8.Gesenkter und gesträubter Schwanz
ängstlich, erschreckt
9.Schwanz ganz nach unten gesenkt oder zwischen die Hinterbeine gezogen
Unterwerfung
10.Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt
ängstlich, eventuell krank
11.Schwanz nur an der Wurzel gestreckt, hängt sonst nach unten, mit zuckender Schwanzspitze
Droh- bzw. Abwehrhaltung
12.Schnelles und ruckartiges Hin- und Herbewegen des Schwanzes
leicht erregt
13.Hin und her peitschender Schwanz
hoch erregt, Achtung – Katze könnte angreifen!


 
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